Wenn deutsche Marken in den USA unbekannt sind
Die meisten deutschen Unternehmen, selbst solche mit großen Marken und Namen, sind in den USA unbekannt. Eigentlich könnte dies ein großer Vorteil sein! Doch die deutschen Tochtergesellschaften schneiden auf dem amerikanischen Markt oft schlechter ab. Sie überleben in den USA häufig nur, wenn sie von ihren deutschen Muttergesellschaften subventioniert werden.
Angenehme Zusammenarbeit ist ein Erfolgsfaktor
Im Großen und Ganzen ist diese Minderleistung selbstverschuldet. Ein Unternehmen, das in Deutschland erfolgreich ist, könnte dies in den USA genauso gut und sogar oft besser. Aber deutsche Unternehmen sabotieren ihren eigenen Erfolg auf dem amerikanischen Markt häufig, indem sie sich zu sehr auf „Effizienz“ und „Absicherung“ konzentrieren, und leider nicht auf den Faktor „angenehme Zusammenarbeit“, was aber letztlich das Wichtigste ist, das die Rentabilität und den langfristigen Erfolg jedes Unternehmens auf dem amerikanischen Markt bestimmt.
Amerikanische B2B-Kunden haben ganz andere Erwartungen, wenn es um Bequemlichkeit, Flexibilität, echte Wertschätzung, Fokus, schnelle Reaktion, Kundenerlebnis u. ä. geht. Sie sind generell bereit, für diese Faktoren mehr zu bezahlen, doch sie würden niemals auf sie verzichten, – und wenn überhaupt, dann nicht ohne große Zugeständnisse beim Preis (selbst zugefügte Wunden!).
Frische mit wertvollem Know-how
Wer auf dem amerikanischen Markt noch unbekannt ist, ist dort quasi erfrischend „jung“, doch mit dem wertvollen Hintergrundwissen, das man sich über Jahre angeeignet hat. Es ist eine Chance, nochmal von vorne zu beginnen und bestimmte Dinge besser zu machen – mit einer Schatztruhe voll Know-how und Ressourcen.
Daher sollten sich deutsche Unternehmen nur darauf konzentrieren, diejenigen Produkte und Dienstleistungen anzubieten, für die sie Leidenschaft empfinden. Sie könnten so die Besten ihrer Klasse in den gewählten Zielmärkten sein. Sie können hohe Gewinnmargen erzielen. Sie haben ein hohes Wachstumspotenzial.
Die Erwartungshaltung, so behandelt zu werden wie in Deutschland, oder alles anzubieten, was auch das Mutterunternehmen anbietet, ist unklug. So vergibt man eine echte Chance.
Tipp zum Schluss: Auch das Übersetzen der deutschen Website ins Englische ist ein erste Fehler, der oft begangen wird.
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